Mädchen machen Technik - Schulprojekte
Foto: Heddergott/TUM

Was ist "Mädchen machen Technik – Schulprojekte"?

In zweitägigen Projekten lernen Schülerinnen der 6. bis 8. Klassen Realschule und Gymnasium Naturwissenschaften und Technik von „innen“ kennen. In kleinen Gruppen mit max. 12 Teilnehmerinnen arbeiten sie an Themen u.a. aus den Fachgebieten Chemie, Physik, Informatik, Elektrotechnik, Architektur. Zentrale Aspekte sind das eigene Tun durch die Verknüpfung von theoretischem Wissen und praktischem Experimentieren, das Entdecken bzw. Entwickeln eigener Fähigkeiten, die Stärkung des Selbstvertrauens.

Termine 2018/19

Zur Vorbereitung auf Ihre Tätigkeit als Referentin / Referent in den zwei- und dreitägigen „Mädchen machen Technik“-Schulprojekten bieten wir vier Workshops an.

Die Teilnahme an den Workshops ist die Voraussetzung für die Tätigkeit als Referent / Referentin. Die Workshops finden jeweils von Donnerstagabend bis Samstagabend bzw. von Freitagabend bis Samstagabend statt.

Workshop I Einführung für Referent*innen
Freitag, 09.11.2018 (17–21 Uhr) & Samstag, 10.11.2018 (10–18 Uhr)

u.a. Gegenseitiges Kennenlernen. Welche Aufgabe hat die agentur Mädchen in Wissenschaft und Technik? Welche Schulen werden besucht? Wie ist der organisatorische Ablauf rund um ein Projekt? Sensibilisierung für genderspezifische Unterschiede von Mädchen und Jungen

Workshop II Einführung in die Projekte
Freitag, 23.11.2018 (17–21 Uhr) & Samstag, 24.11.2018 (10–18 Uhr)
und/oder
Freitag, 30.11.2018 (17–21 Uhr) & Samstag, 01.12.2018 (10–18 Uhr)

Kennenlernen der Projektinhalte und Abläufe in einem der MINT-Projekte (Termin je nach Projekt)

ab Januar 2019 Mitarbeit in den Projekten an den Schulen (vor Ort)
Workshop III Einführung in die Methodik
Donnerstag, 21.02.2019
(17–21 Uhr), Freitag, 22.02.2019 (10–18 Uhr), Samstag, 23.02.2019 (10–18 Uhr)

Kennenlernen der Methodik des lebendigen Lernens (nach Ruth Cohn), Reflektieren eigener Erfahrungen aus der Schulzeit / Ausbildungszeit, Umgang mit den Schülerinnen

Workshop IV Reflexionsworkshop
Donnerstag, 09.05.2019 (17–21 Uhr), Freitag, 10.05.2019 (10–18 Uhr), Samstag, 11.05.2019 (10–18 Uhr)

Bearbeitung der in den Schulprojekten gemachten Erfahrungen und zur Klärung auftauchender Fragen.

Warum bieten wir die „Mädchen machen Technik“-Schulprojekte nur für Schülerinnen an?

Schülerinnen wählen seltener als Schüler Studiengänge und Berufe aus den naturwissenschaftlichen und technischen Fachgebieten. Trotz besserer Notendurchschnitte und Schulabschlüsse orientieren sie sich häufiger in Richtung darstellender, moderierender, sozialer, häufig assistierender Tätigkeiten und trauen sich – trotz gegenteiliger Erfahrungen – einen Erfolg in den vermeintlich „schweren“ Studiengänge in den Natur- und Ingenieurwissenschaften nicht zu. Herkömmliche Erziehung und Sozialisation von Mädchen sowie eine überkritische Selbstbeurteilung verstellen ihnen den Blick auf ihre tatsächlich vorhandenen Potenziale und verengen damit die vorhandenen Möglichkeiten der Berufs- und Studienwahl.

Wir wollen Mädchen einen Einstieg in die Welt der Natur- und Technikwissenschaften ermöglichen und sie frühzeitig darin unterstützen, ihre Fähigkeiten und Interessen für Naturwissenschaft und Technik zu entdecken, ihnen Mut machen, diese zu erproben und weiter zu entwickeln, ihr Selbstvertrauen in eben diese Fähigkeiten stärken. Sie sollen die Erfahrung machen können, dass Meisterinnen nicht ‚vom Himmel fallen‘, dass sie ebenfalls über – vorwiegend Jungen zugeschriebene – Befähigungen verfügen und in ihrem Interesse für Naturwissenschaft und Technik ernst genommen werden. Und sie sollen dies ohne Konkurrenz und Beurteilungsdruck erleben dürfen.

Daher arbeitet die agentur Mädchen in Wissenschaft und Technik seit 2003 mit Realschulen und Gymnasien zusammen. Die eigens für diese Projekte in der Methodik des lebendigen Lernens geschulten Referentinnen und Referenten sind nicht nur Expertinnen und Experten in ihrem Fach, sondern auch Ansprechpartnerinnen, Ansprechpartner und Vorbilder, die kenntnisreich aus ihrer Berufserfahrung erzählen können. Vorurteile hinsichtlich der Vereinbarkeit von natur- und technikwissenschaftlichen Berufen und Familie werden abgebaut.